Nach den Objekten Lebensraum und Individualraum steht nun auch das Wohnkonzept Freiraum kurz vor der Fertigstellung – und zeigt, wie modernes Wohnen im denkmalgeschützten Heiliggeistspital aussehen kann. Der letzte Bauabschnitt hat am 27. Mai 2010 Richtfest gefeiert. Im Herbst 2010 wird Freiraum von den ersten Käufern bezogen. Am Dom-Pedro-Platz im historischen Herzen Gerns entsteht ein neues städtebauliches Ensemble, das nachhaltige Stadtentwicklung mit zukunftsweisender Architektur verbindet. Im Zentrum des Projekts Gern 64 steht die Sanierung zweier Flügel des denkmalgeschützten Heiliggeistspitals (erbaut 1904 bis 1907). Münchner Architekten haben das Spital komplett verwandelt. Die Nord- und Südflügel beherbergen exklusiven Wohnraum – Freiraum heißt das Konzept. An den neu gestalteten Barockgarten des Freiraums schließt sich ein Neubau an. Der U-förmige Baukörper mit 125 Wohneinheiten sowie Kinderkrippe und Kinderhort macht das Objekt vor allem für junge Familien attraktiv. Im Norden des Dom-Pedro-Platzes sind drei avantgardistische Zeilenbauten mit individuell gestaltbaren, offenen Split-Level-Geschossen entstanden. Im Zuge einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung im beliebten Münchner Westen ist so ein neues Ensemble realisiert worden, das wertvollen historischen Baubestand erhält und mit zeitgenössischer Architektur und modernen Wohnungsbaukonzepten verbindet. Grundstückseigentümerin und Bauträger des Objekts ist die Gewofag.
Die Münchner Architekten des Freiraums hatten es sich zum Ziel gesetzt, das Spital von 1907 so authentisch wie möglich zu erhalten. Mit behutsamen und durchdachten Eingriffen wurden Altbestand bewahrt und dennoch neue Räume geöffnet. Statt den vorhandenen Grundriss zu ändern, gar die Flügel zu entkernen, haben die Architekten die historische Raumfolge weitgehend erhalten und genutzt: Jede Wohnung wird über einen Mittelgang und abzweigende Zimmer erschlossen. Freiraum besteht aus 17 großzügigen Wohnungen. Pro Geschoss sind zwei Wohnungen, in den Mansardgeschossen und Dachgeschossen je drei Maisonettewohnungen entstanden. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 170 und 420 Quadratmetern. Die Räume sind zwischen 3 und 5 Metern hoch, im Dachgeschoss beträgt die Höhe sogar bis zu 6,50 Meter. Hans Grässel, der Architekt des Heiliggeistspitals, hatte bereits zukunftsweisend
mit Stahlbeton gebaut – daher gibt es im Freiraum nicht die für Altbauten typischen „schwingenden Decken“. Das zu Gründerzeiten verpönte Dachgeschoss lockt jetzt mit hellen Dachloggien und einem integrierten Verschattungssystem. Optional besitzen die Maisonetten auch Kamine. Einmodernes Raumklimatisierungskonzept sorgt in den Dachgeschosswohnungen mithilfe von Grundwasserkühlung für die richtige Temperatur zu jeder Jahreszeit. Eine Besonderheit des Anwesens ist der sogenannte „Rittersaal“ mit zirka 420 Quadratmetern Wohnfläche und einer Raumhöhe von über 5 Metern.