MÜNCHEN Wie wäre es mit einem „klassischen Schwabinger Appartement?“, knapp 31 Quadratmeter hätte es, in der Kaulbachstraße. Macht 339.000 Euro. Oder lieber eine „außergewöhnliche Wohnung auf der Schwabinger Seite des Englischen Gartens“? Dafür muss man allerdings tiefer in die Tasche greifen, unter zwei Millionen Euro ist da nichts zu machen.
Im Angebot hat diese Wohnungen die Münchner Firma „Bauwerk Capital“. Sie feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen und kann sich nicht über mangelnde Kundschaft beschweren, im Gegenteil. „Qualitativ hochwertige Objekte sind zunehmend gefragt“, sagt Jürgen Schorn, einer der zwei Geschäftsführer.
Bauwerk hat zum Beispiel mit „Gern64“ auch schon eine Anlage mit gemischtem Publikum gebaut, das Kerngeschäft aber ist der Luxus. So errichtete Bauwerk mit den „Isarloft“ in der Zeppelinstraße und dem Neubau der Lilienstraße 10 Reichen-Quartiere mitten im ehemaligen Arme-Leute-Viertel Au.
Die Kunden stehen Schlange, München ist die Hauptstadt der Luxusimmobilien. In der Schwabinger Erich-Kästner-Straße waren alle Wohnungen verkauft, bevor der Spatenstich stattfand.
„Unmittelbar nach der Finanzkrise“, sagt Schorn, „wurde alles gekauft.“ Jetzt dagegen lege der Kunde mit Geld wieder mehr Wert auf Qualität – und die bietet Bauwerk in „begehrten Wohnlagen“.
Derzeit stehen drei Objekte am Englischen Garten zum Verkauf (siehe unten). So beginnt im Lehel, direkt am Eisbach, der Bau von 19 Wohnungen in einem fünfstöckigen Haus – gewichen ist ein einfaches dreistöckiges Mietshaus aus den 50er Jahren.
Die Käufer sind laut Schorn „Freiberufler, Führungskräfte, Manager oder Unternehmer“. Die meisten „DINKs“ (double income, no kids), aber auch Familien und „Empty Nesters“: So nennt die Branche Paare, deren Kinder aus dem Haus sind und die nun ihr Geld wieder für sich selbst ausgeben.
Fast alle Käufer, 95 Prozent, nutzen die Wohnung selbst – das heißt allerdings nur, dass sie nicht weitervermieten. Der Anteil der Zweitwohnungen ist da nicht berücksichtigt.
Bisher kamen 71 Prozent der Käufer aus dem Münchner Raum. Bauwerk bietet inzwischen aber auch fremdsprachige Kundenbetreuung, weil „vermehrt internationale Kunden hinzukommen“, sagt Schorn. Wegen der „guten Wirtschaftslage und der hohen Lebensqualität“. Und dem Blick auf den Englischen Garten.