International gefragt: minimum aus Berlin

Wer in Showrooms von minimum ist, merkt sofort: Das sind keine banalen Möbel-Shops, hier wird Haltung demonstriert. minimum – das sind Architekten, Planer und Einrichter mit langjähriger Expertise, geschätzt von einer multinationalen Klientel. Ein Gespräch mit Inhaber Wilfried Lembert über Design, Trends und die Kooperation im Projekt WAVE.

Was ist das Besondere an Ihren Interior-Konzepten?

John Pawson, englischer Architekt, hat zu minimum mal gesagt: „Ein Gegenstand ist dann minimum, wenn man ihn durch Weglassen nicht mehr besser machen kann“. Wir haben im Laufe der Jahre eine sehr eigene Handschrift entwickelt: Möbelklassiker mit jungem Design und besonderen Fundstücken vor dem Hintergrund des guten Werkzeugs zu mischen, das ist unser Alleinstellungsmerkmal.

Was erwartet mich als minimum Kunde, wenn ich Sie beauftrage?

Wir setzen uns mit Ihnen zusammen und erörtern Ihr Wohn-Lebensgefühl, Ihren Einrichtungsgeschmack, Ihren Grundriss. Wir sind Spiegel Ihrer Vorstellungen und bringen diese mit unserem Planungsknowhow in die richtige Bahn, helfen über den Tellerrand zu schauen. Der optimale Mix: 70 % Wunschvorstellung, 30 % Überraschung.

Was inspiriert Sie? Wo holen Sie sich Ideen?

Ich reise gerne, nicht nur zu Messen in Mailand, Köln oder Stockholm, gerne bin ich auch in kleinen inhabergeführten Hotels unterwegs, sehe mir Stores in New York, London, Mailand und Kopenhagen an, bin natürlich auf design blogs unterwegs und gebe es zu – auch eine Zeitschrift wie Monocle, AD, Schöner Wohnen oder das minimum Magazin muss mal gelesen werden.

Welche Farben, Materialien erwarten uns demnächst im Interior?

Der Gesellschaftstrend des Balanced Living wird weiter zum Erleben von Naturmaterialien führen: Massivholz, gewachstes Leder, grobe Stoffe. Räume und Wohnungen in Städten werden kleiner, deshalb arbeiten wir bei Wänden häufiger mit dunkleren Farben und Schlammtönen, da diese „zurücktreten“ und Räume größer wirken lassen. Bezüglich Raumfarbe macht Farrow&Ball einen guten Job. Im Fußbodenbereich dominiert immer noch der Holzboden, in den Bädern auch eher Naturmaterialien. Fliesen werden so großflächig wie möglich verbaut.

Wie hat sich der Anspruch ans Wohnen in den letzten Jahren verändert?

Wohnen in der Stadt verändert sich massiv. Das Zuhause ist der Anker und Ruhepol in einer immer sich schneller drehenden Welt. Wenn wir die Wohnungstür hinter uns schließen, wollen wir runterkommen, Halt im Bekannten finden. Technik ordnet sich klar unter, das Leben mit Familie und Freunden in den eigenen Wänden zu spüren wird wichtiger. Balanced Living führt dazu, dass mehr zuhause gekocht wird – die Küche und vor allem der Esstisch rücken mehr in den Mittelpunkt der Wohnung, man bleibt mit seinen Gästen am Tisch sitzen. Sofalandschaften hingegen werden wieder kleiner.

Inwiefern ist Design ein Investment?

Eine gut gestaltete und möblierte Wohnung lässt sich vor allem für mittelfristige Mietdauern mit sehr guter Rendite vermieten. Ist in der Ausstattung alles vorgedacht, entstehen weniger Schäden durch Mieter: Keine Küche muss mehr unsachgemäß angebracht werden, und die Filzgleiter zum Schutz des Bodens sind auch vorhanden. Auch im Bereich der Eigennutzer ist Design eine Investition in die Zukunft: Wohnungen, bei denen sich das ganzheitliche Konzept der Architektur auch im Innenraum ablesen lässt, sind später wieder gut als Konzeptimmobilien zu verkaufen. Möbelklassiker sind allgemein gute Investments – verdoppeln sie sich im Preis doch alle 14 Jahre.

Was reizt Sie an der Kooperation mit unserem Projekt WAVE?

Uns macht die Kooperation Spaß, das ist wichtig für gute Arbeit. In der Darstellung Ihrer Projekte, in der Ausführung der früheren Projekte und in der Umsetzung Ihres Showrooms für WAVE erkennen wir Qualität. Sie haben uns früh mit ins Boot geholt, dadurch sind wir als Kooperationspartner von Anfang an dabei und lernen durch die Umsetzung mit Ihnen dazu. Letztlich möchten wir beide es den Wohnungskäufern so einfach wie möglich machen – und WAVE zu einer tollen Referenz.

www.minimum.de

Bildcredit © minimum

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