Ein bundesweites Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung und integratives Wohnen

Die Menschen zieht es in die Städte – in den nächsten Jahren prognostizieren Experten Metropolen wie München einen signifikanten Bevölkerungszuwachs. Um attraktive Wohnräume zu bieten, darf nicht allein auf Neusiedlungen am Stadtrand gesetzt werden, sonst stagniert und verfällt das Zentrum. Damit auch City-Spots attraktiv und bewohnbar bleiben, braucht es Unternehmen, die über das richtige Gefühl für die Symbiose aus historischer Bausubstanz und modernem Neubauverfügen, wie Bauwerk Capital.

Die Münchner Bauwerk Capital GmbH & Co. KG von Jürgen Schorn und Christoph Lemp hat sich auf designorientierte Wohnimmobilien im Premiumsegment spezialisiert und verblüffte zuletzt mit Projekt L10: Anstelle einer einfachen Werbekampagne bot die Firma ein Probe-Wohn-Wochenende in den neu geschaffenen Räumen der Lilienstraße 10 an. Das Ergebnis: Alle Probe-Wohner entschieden sich überzeugt zum Kauf und auf dem Deutschen Immobilientag verlieh die Allgemeine Immobilien Zeitung die „Silberne Immo Idee 2010“ für das kreativste Werbekonzept.

Das aktuelle Projekt von Bauwerk Capital nennt sich „Gern 64“. Um 1900 hatte Stadtplaner Karl Henricis empfohlen, die Stadtentwicklung durch neue Kleinzentren zu lenken. Baumeister Hans Grässel setzte somit öffentliche Bauten in den Norden von Neuhausen und ließ das Städtische Waisenhaus, ein daran angrenzendes Schulhaus und nahe der protestantischen Christuskirche das Heiliggeistspital um den heutigen Dom-Predro- Platz in Gern erbauen. Nun stellt sich die Aufgabe die historischen Bauten zu renovieren, umzubauen und zu ergänzen: „Was äußerlich Jahrzehnte überdauert hat, braucht eine kompetente Hand und viel Gespür bei Ausbau und Ausstattung, sodass moderne Materialien und Technik elegant mit alten Gegebenheiten harmonieren.“, so Christoph Lemp.

Gern 64 vereint unter der Leitung der Bauwerk Capital die Ideen dreier Architekturbüros. Im Zentrum steht Bauabschnitt „Freiraum“ (Büro Franke Rössel Rieger): Hier werden zwei Flügel des denkmalgeschützten Heiliggeistspitals saniert und so zu neuem Wohnraum umgewandelt, dass ohne Entkernung bis Ende 2010 17 Wohnungen mit Loggien, drei Maisonetten und eine 420 Quadratmeter große Wohnfläche entstehen. Der zweite, prämierte Wohnabschnitt heißt „Individualraum“ (03 Architekten) und bezeichnet drei offene Zeilenneubauten mit je 18 bereits verkauften Wohnungen. Den ebenfalls prämierten Abschluss des Projekts bilden die Zinnen-Häuser „Lebensraum“ (wgp Architekten) mit 125 verkauften Wohneinheiten, die im Frühjahr 2011 fertig gestellt werden.

OB Christian Ude zeigte sich beim Richtfest über den Modellcharakter des Großprojekts und darüber, dass es in seiner Umsetzung alle Bürgerschichten anspricht, zufrieden: „Wir wollen weder Ghettos für Arme noch für Reiche schaffen; mit Gern 64 ist ein zentrales Ziel unserer Wohnpolitik, die soziale Mischung, voll aufgegangen.“

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