Als Teil des Münchner Wohnprojekts „L10“, begeistert diese loftartige Wohnung auf mehr als 300 Quadratmetern Fläche

Individuelles Lichtdesign, eine maßgeschneiderte Küchenlandschaft und minimalistische Designmöbel krönen dieses extravaganten Wohnensemble.

Laut Analysen wächst der Wohnbedarf bis ins Jahr 2030 weiterhin kontinuierlich an, im Durchschnitt um 15 Prozent. Als maßgeblicher Grund für den wachsenden Wohnflächenbedarf erweist sich die Tatsache, dass die Menschen immer älter werden und in ihren Eigenheimen und Wohnungen möglichst lange leben bleiben. Vor allem Wohnungen mit offenen Grundrissen kommen diesem Verlauf nach. Sie bieten die Möglichkeit, flexible Raumlandschaften zu schaffen und den Wohnbereich je nach Lebensabschnitt neu zu gestalten. Die separate Aufteilung in Küche, Wohn- und Esszimmer wird zunehmend durch einen großen offenen Wohn- und Essbereich ersetzt – der Trend geht weg vom abgeschlossenen Funktionsraum hin zum Lebensraum. In der Lilienstraße zehn, einem vor kurzem fertig gestellten Neubau in München, wurde von Bauwerk Capital, dem Entwickler und Vermarkter des Projekts „L10“, eine 300 Quadratmeter große Sechseinhalb-Zimmer-Konzeptwohnung eingerichtet, die ihren Besuchern aktuelle Wohntrends präsentiert.

 

Neuen Lebensraum schaffen

Für die Einrichtung von offenen Räumen sind Spezialisten gefragt, die mit puristischen Einrichtungskonzepten einen echten Mehrwert schaffen, zum Beispiel Holzrausch, ein Studio für Innenarchitektur mit eigenen Werkstätten, das individuelle Küchen aus hochwertigen Materialien und in höchster handwerklicher Qualität kreiert. Im hier vorgestellten Projekt hat der Hersteller, abgestimmt auf die besondere architektonische Situation, eine völlig neue Idee realisiert. In der Konzeptwohnung greifen Ess- und Kochbereich ineinander, daher wurde mit minimalistischen Design eine nahezu „unsichtbare“ Küchenzone geschaffen, in der alle funktionalen Elemente – Ofen, Spülmaschine, Dampfgarer und Kühlschrank – hinter einheitlichen Fronttüren in einem Hochschrank verschwinden, allein die Kaffeemaschine ist nach außen sichtbar. Mit freistehendem Kochblock, versenkbarem Dunstabzug und einer hinter dem Hochschrank versteckten, begehbaren Speisekammer fügt sich die Küche als attraktives Designobjekt in Corian und Eiche in den puristisch eingerichteten offenen Wohnraum ein. Der Herd wird so zum Treffpunkt und das Kochen zum geselligen Event, an dem die ganze Familie ihre Freude hat.

Für die Einrichtung der Konzeptwohnung ist der exklusive Münchner Ausstatter Neue Werkstätten verantwortlich. Die Möblierung unterstreicht den „loftartigen“, multifunktionalen und großzügigen Charakter dieser Wohnung. Leichte, variable und flexible Gestaltungselemente ohne den Einsatz starker Farbkontraste zieren die Raumlandschaft. Passend dazu sind die ausgewählten Wandfarben in Natur-, Petrol-, Türkis-, Beige- und Weiß-Tönen gehalten.

Im Zentrum des großen Ess- und Wohnbereichs im unteren Geschoss steht der große multifunktionale Massivholztisch „TIX“, der sowohl zum Essen als auch zum Arbeiten genutzt werden kann. Einen warmen Gegenpol bildet die große Stehleuchte „PO 98“ in Form eines Pilzes von Cappellini, deren Leuchtkraft sanft aus dem ganzen Lampenkörper strahlt. Im Obergeschoss entfaltet sich mit dem mit naturfarbenem, handschuhweichen Leder bezogenen Sofa „Toot“ (Pierro Lissoni, Cassina), dem Teppich „Air“ und dem Sessel „Float“ (beides Paola Lenti) eine behagliche, großzügige Wohnebene, die sich bis über die Galerie zieht. Letztere wartet mit dem Sofa „Frame“ (Lenti) und dem Couchtisch „Bolle“ (Mathan Yong, Living Divani) auf.

 

Das Spiel mit dem Licht

Offene Räume und hohe Lufträume – in der Lilienstraße zehn ist der Luftraum zwischen erster und zweiter Ebene mehr als fünf Meter hoch – verlangen nach einem besonderen Lichtkonzept. Für die Grundbeleuchtung der Wohnung kommen verschiedene funktionale Leuchten aus der designprämierten Produktfamilie „Occhio“ zum Einsatz. „Occhio“ ist ein modulares Leuchtensystem für alle Lebensbereiche: Schwenkbare Leuchtenkörper können mit einer Reihe von auswechselbaren Reflektorköpfen kombiniert werden und bieten dem Anwender damit nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten für die kreative Lichtgestaltung. In der Wohnung sind Lampen aus den „Occhio“- Serien „Sento“ und „Sogno“ sowie aus der Serie „Più“ zu sehen.

Zusätzlich überzeugt der Münchner Lichtdesigner Ben Wirth mit neuesten LED- und OLED-Lichtobjekten, die den offenen Raum strukturieren. „Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Entwurf und der Herstellung von Serienleuchten und Sonderanfertigungen. Im Mittelpunkt steht für mich der Dialog zwischen Licht, Material, technischen Möglichkeiten und der Ausgangsidee, die sozusagen den Impuls – und manchmal nur diesen – für einen inhaltlichen und gestalterischen Prozess gibt. Wir versuchen immer, die technischen Möglichkeiten positiv zu nutzen und Leuchten und Lichtsysteme zu schaffen, die nicht nur in ihrer Ästhetik überzeugen, sondern auch durch ihre Effizienz und Technik“, so Wirth.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Erdgeschoss setzt das Lichtdesign – unter anderem die Rasterleuchte „Cluster+“, das leuchtende Wandbild „kuk0“ und das futuristische LED-Mobile „*Track“ – die Weitläufigkeit des 60 Quadratmeter großen, offenen Wohnbereichs mit Design-küche in Szene, und kulminiert in einer Licht-Installation, die den Luftraum zwischen erster und zweiter Ebene bespielt.

Top