Wie heiss ist der Münchner Immobilienmarkt?

Wenn die Kaufpreise schneller als die Einkommen und die Mieten steigen, wenn immer mehr Kredite aufgenommen und zunehmend in spekulativer Erwartung Wohnungen gebaut werden, erhöht sich das Risiko einer Immobilienblase.

Blasengefahr? Quartalsweise untersucht das Marktforschungsinstitut empirica die Wahrscheinlichkeit einer Preisblasenbildung auf dem deutschen Immobilienmarkt. Dabei werden die oben erwähnten Faktoren in Relation zum Bruttoinlandsprodukt gesetzt und anschließend mit dem Jahr 2004, in dem keine Preisblase vermutet wurde, verglichen. Werden die Werte von 2004 signifikant überschritten, steigt den Marktforschern zufolge die Gefahr einer Blasenbildung.

Gute Aussichten für München! In vielen Metropolen sind die Kaufpreise im Verhältnis zu den Einkommen und zu den Mieten stark gestiegenen. Trotz dieser Entwicklung sehen die empirica-Marktforscher in den A-Städten nur eine geringe Blasengefahr, da die Anzahl der Neubauwohnungen der starken Nachfrage nicht gerecht wird und die Großstädte einen hohen, überregionalen und voraussichtlich dauerhaften Zuzug aufweisen. Für München kommt ein seit Jahren guter Geburtenüberschuss hinzu, der die Bevölkerung ebenfalls wachsen lässt. Kurz gesagt: Ein begrenztes Wohnungsangebot steht einer stetig wachsenden Einwohnerzahl gegenüber. 

Der Primus von Deutschland: Die Agentur Mercer hat München zum wiederholten Male zur lebenswertesten Stadt Deutschlands gekürt. Im weltweiten Städteranking steht die bayerische Landeshauptstadt hinter Wien, Zürich und Auckland sogar an Platz vier. München punktete mit Attraktivität und Sicherheit, wirtschaftlicher Stärke, geografischen Vorzügen wie der Nähe zu den Alpen sowie der bayerischen Lebensart. Als weitere Vorteile werden eine gute Verkehrssituation, der internationale Flughafen sowie eine große Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten genannt.

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