Intelligent Homes. Das Haus denkt mit

Ein Text von GRAFT Architekten

Im Alltag sind wir beinahe jederzeit von Technologie umgeben. Das Smartphone, der Computer, das TV-Gerät, das Auto und selbst unser Zuhause: Alles wird vernetzt. Die Geräte werden immer intelligenter und helfen uns bei alltäglichen Betätigungen. Wie verändern neue Technologien unsere Kommunikation, aber auch vor allem unser Haus, unsere Wohnung und unseren Arbeitsplatz? Werden Smart Devices zu intelligenten Helfern?

44 Prozent der Deutschen wissen laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage mittlerweile, was unter einem „Smart Home“ zu verstehen ist. Obwohl erst 10 Millionen Verbraucher in Deutschland Smart-Home-Anwendungen nutzen, sind 8 von 10 Befragten davon überzeugt, dass sich Smart-Home-Lösungen in den nächsten 5 bis 10 Jahren auf dem Massenmarkt durchsetzen werden. 78 Prozent derer, die bereits heute auf ein vernetztes Heim setzen, möchte auch künftig nicht mehr darauf verzichten.
 

Rasanter Wachstumsmarkt

Bereits zwischen 2018 und 2020 soll in Deutschland die Millionengrenze der vernetzten Haushalte geknackt werden. Bei einem Großteil des derzeitigen Angebots an intelligenten Anwendungen für das Heim handelt es sich jedoch um Einzelerscheinungen – jedes Gerät hat eine bestimmte Intelligenz, die besten lernen dabei vom Nutzer. Thermostate können sich z.B. daran „erinnern“, zu welcher Tages- oder Jahreszeit der Nutzer bestimmte Temperaturen bevorzugt und stellen sich automatisch darauf ein. Diese „Ambient Intelligence“ ist nicht nur bequem – sondern spart auch Geld.
 

Intelligent Home: Alles ist vernetzt

Der nächste große Schritt in der Entwicklung des Smart Home sind allerdings nicht nur verbesserte Assistenzsysteme für kranke oder ältere Menschen oder programmierbare Leuchten und Schalter, sondern vor allem die Vernetzung aller Einzelgeräte. So kommuniziert dann beispielsweise das Auto, das vom eigenen Plus-Energiehaus betrieben wird, mit dem Backofen, wenn man sich dem Zuhause annähert: Pünktlich bei der Ankunft ist die Pizza dann fertig. Die Waschmaschine wäscht automatisch zu der Zeit, wenn der Strom am billigsten ist bzw. das Solarpanel Sonnenenergie im Überfluss generiert, und speist dann die erzeugte Abwärme in das smarte Klimasystem des Hauses ein.

Erst durch die Integration aller Systeme und Elemente kann das Smart Home einen Grad der Intelligenz erreichen, der es ihm erlaubt, tatsächlich nicht nur mit-, sondern auch vorauszudenken und damit einen wesentlichen Beitrag zur Energiebilanz zu leisten.

Autor: GRAFT Architekten
Quelle: Immobilienreport, zukunftsinstitut

Bildcredit © GRAFT Architekten

 

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