Stadtteil Spezial Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Hoch, höher, fast am höchsten. Mit 97 Metern gehört der Turm der St. Paul Kirche zusammen mit St. Peter und dem Wahrzeichen Münchens – den Zwiebeltürmen der Liebfrauenkirche – zu den höchsten Sakralbauten der Stadt. Nicht nur der Blick hinauf zur imposanten St. Paul Kirche ist sehenswert – auch die Aussicht von oben ist überragend. Aber nur zweimal im Jahr...

Herrschaftlich steht sie da und blickt auf München und ihr eigenes, gleichnamiges Viertel hinab: die St. Paul Kirche. Nur zu zwei Gelegenheiten, zum Frühlings- und zum Oktoberfest, dürfen Besucher der St. Paul aufs Dach steigen und den unvergesslichen Postkartenblick mit Alpenpanorama selbst genießen.

St. Paul darauf zu reduzieren, wird diesem Bau aber nicht gerecht. Nachdem Architekt Georg von Hauberrisser einen Wettbewerb für sich entscheiden konnte – er war übrigens auch Baumeister des neuen Rathauses am Marienplatz und arbeitete parallel an seiner Entstehung –, wurde St. Paul 1892 bis 1906 nach seinen Plänen im neugotischen Stil errichtet und in einen Villengürtel eingebettet. Der Innenraum war nahezu mystisch und reich verziert. Prunkstück war ein Hochaltar mit einem 11 Meter hohen Steinbaldachin. Im zweiten Weltkrieg wurde St. Paul durch die Luftangriffe auf München schwer beschädigt. Viele Teile der Ausstattung gingen verloren, so auch der Altar. Ein Grund, warum sich das Innere der Kirche nach der Renovierung in den 1950er-Jahren zwar schlichter, aber definitiv nicht weniger beeindruckend präsentiert.

Heute setzt St. Paul sogar ganz moderne Akzente im Leben unserer Stadt: Kunstinstallationen, z. B. während der „Langen Nacht der Museen“, Sonderausstellungen, Konzerte und vieles mehr machen diesen Bau nicht nur für Gläubige so anziehend.

Unser Tipp: Rauf auf den Paul und den Blick erleben! Nächste Möglichkeit bietet sich vom 17.04. bis 03.05.2015 während des Frühlingsfestes.

Top