Digitalisierung des Wohnens

Wallpanel zur Steuerung, Elektroauto an Ladestation in Garag
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Ein Aufsteh-Sensor aus dem Bett für den perfekten Start in den Tag, laufende Luftfeuchtigkeitsanalysen für ein gesundes Raumklima, ein intelligentes Energiemanagement innerhalb der Wohnung und darüber hinaus – dies sind nur einige von viele Mehrwerten, die die Digitalisierung des Wohnens zukünftig bieten wird. 

Wo die Digitalisierung ansetzt, welchen Bedürfnissen sie zugutekommt und welche Unwägbarkeiten es derzeit noch gibt, davon berichtet diese Fortsetzung des Beitrags „User centered living“.

Mai 2026

Digitalisierung ist in aller Munde

Und erfährt im Zusammenspiel mit der Energiekrise aktuell einen erheblichen Aufschwung. Gleichzeitig offenbart sich auch ein deutliches Nachholpotential: Im europäischen Vergleich der Digitalisierungsgrade nimmt Deutschland lediglich einen Platz im Mittelfeld ein (Quelle: DESI Index).

 

Im Hinblick auf die vorherrschenden Megatrends und die aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft bietet die Digitalisierung jedoch zahlreiche Antworten auf die Wohnbedürfnisse der Deutschen.

Neubau Van B: Schlafzimmer mit Bett, Fensterfront und Balkon mit Stadtblick
Person mit gestreifter Bluse hält Smartphone, unscharfe Küche im Hintergrund

Die Digitalisierung des Wohnens hängt von der digitalen Umwelt ab

So lässt sich die Digitalisierung des Wohnens in drei Bereichen konkretisieren: Zum einen weist die Anbindung des Wohngebäudes an die digitale Umwelt spätestens seit dem coronabedingten Homeoffice eine große Bedeutung auf. Die Relevanz von Glasfaseranbindungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, gerade am Stadtrand oder auch im ländlichen Raum.

 

 

An Vielseitigkeit kaum zu übertreffen: Smart Home-Technologie

Als zweiter großer Bereich sind alle Smart Home-Technologien zu nennen, die innerhalb der Immobilie umgesetzt werden können. Sie gelten als ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Objekts und bietet privaten Haushalten zum Beispiel durch ein lernendes und individuell skalierbares Energiemanagement die Möglichkeit, ihre Energieeffizienz zu steigern und dadurch Kosten einzusparen. 

 

Aber auch digitale Maßnahmen der Gebäude- und Wohnsicherheit helfen, einfach steuerbar und von überall auf der Welt das Zuhause zu schützen. So kann der Bewohner beispielweise über die digital angebundene Gegensprechanlage mit Dienstleistern vor der Haustür kommunizieren, ohne tatsächlich zu Hause zu sein. Auch ein appgesteuertes, busbasiertes Lichtkonzept in der eigenen Wohnung kann helfen, ein Objekt bewohnt wirken zu lassen.

Smart-Home-Bedienpanel an Wand, Küche im Hintergrund sichtbar
Wandbedienpanel neben Bad mit Badewanne und Handtuchhalter

Die digitale und überall verfügbare Unterhaltungselektronik ist in diesem Kontext nichts Neues mehr. Interessanter erscheint die Komponente Komfort. So ermöglichen Smart-Home-Technologien Wohnraum, der sich höchst individuell auf den Bewohner einstellt. Beleuchtung, Temperatur, Audioerlebnisse, aber auch die Startzeit der eigenen Sauna oder eines Küchengeräts kann je nach Bedarf programmiert werden. 

 

Teilweise gehen die Anwendungen noch einen Schritt weiter: Sie erkennen in real time, wann der Bewohner nach Hause kommt und begrüßen ihn dann mit den Annehmlichkeiten seiner Wahl. All das ist über ein BUS-System für die Gebäudeautomation umsetzbar, das Geräte und Funktionen innerhalb eines Gebäudes vernetzt und sie automatisch steuerbar macht. Dabei kommunizieren die Geräte untereinander und tauschen Daten aus, wie beispielsweise ein Windwächter und Temperatursensor mit der Steuerung der Jalousie.

 

 

Während smarte Haushaltsgeräte bereits seit längerer Zeit ihre Anwendung finden (man denke nur an den sich selbst verwaltenden Kühlschrank mit angeschlossener Einkaufsapp), sind digitale Gesundheitstools, die innerhalb der Wohnung verbaut werden, noch relativ jung am Markt. Sie versprechen echte Mehrwerte. Das sogenannten „Ambient Assisted Living“ verkörpert sich in Möbeln oder Räumen, die Gesundheitsdaten erfassen, dokumentieren und beispielsweise zur Überwachung dem entsprechenden Arzt zur Verfügung stellen. Aber auch Sturzdetektoren, Notsysteme und Überwachungsassistenten innerhalb der Wohnung sind sinnvolle Serviceerweiterungen für ältere Menschen. Hier ist ein sich automatisch aktivierendes Bodenlicht zu nennen, wenn ein Bewohner nachts aufsteht. Oder auch Bett-Sensoren, die den Schlaf überwachen. 

 

Kurzum: Ohne eine Vernetzung des Wohnraums bzw. des ganzen Gebäudes wird es schwer werden zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen, der den Ansprüchen seiner Bewohner gerecht wird.

Digitalisierung groß gedacht

Die dritte Facette geht noch ein Stück weiter und skizziert eine Vernetzung ganzer Quartiere, um Redundanzen zu vermeiden. Diese Komponente ist im Bewusstsein der Bewohner noch nicht vollkommen präsent. Hier geht es um Infrastruktur, die durch alle Bewohner des Viertels bewusst oder unbewusst genutzt wird.

 

Einen hohen sozialen Stellenwert bieten an dieser Stelle Quartier-Apps, über die beispielsweise gemeinsame Kitchen Lounges, Sporträume oder andere Räumlichkeiten des Quartiers gebucht werden. Sie fördern auch den gemeinsamen Austausch, führen zu kurzen Wegen und können über Tauschbörsen oder Nachbarschaftsdienste positive Effekte mit sich bringen.

Neubau-Quartier kupa: Gemeinschaftslounge mit Sitzbänken und Wandleuchten
Neubau-Quartier kupa: Fahrradwerkstatt mit Wandhalterungen und Arbeitstisch

Ökonomisch messbare Vorteile sind bei einer gemeinsamen Energie- und Infrastruktursteuerung im Quartier zu erwarten. Gemeinsame PV-Anlagen mit Batteriespeicher, die Nutzung von Abwärme eines Gebäudes für ein anderes Gebäude oder die Optimierung von Wärmepumpen durch den Austausch von Überschüssen sind attraktive Stellschrauben. 

 

Gemeinsame Einrichtungen wie Technik- und Müllräume oder ein schneller Glasfaser-Knoten statt mehrerer Anschlüsse vermeiden Redundanzen. In diesem Zusammenhang sind auch Mobilitätslösungen im Bereich der „Smart Mobility“ zu nennen. E-Bike- und E-Car-Sharing innerhalb des Quartiers sowie eine intelligente Parkraumsteuerung führen zu geringeren Herstellungs- und Betriebskosten.

Person mit Smartphone im Außenbereich bei Gegenlicht
Die Potenziale für die Digitalisierung von Wohnraum bis hin zu ganzen Quartieren sind gigantisch. Noch sind die Anschaffungs- und Einstandskosten für Smart-Home-Anwendungen sehr hoch. Auch die teilweise unzureichende digitale Infrastruktur macht es vielerorts unmöglich, ein Gebäude in die digitale Zukunft zu heben. 

Wir blicken jedoch aufgeschlossen auf all die Entwicklungen, die den Wohnungsmarkt in den kommenden Jahren prägen werden. Es wird viel passieren. Stay tuned!
 
  • DESI-Index
  • Andreas Pfnür, Kyra Voll, Yassien Bachtal und Fabian Lachenmayer (2023): So wohnen wir in Zukunft: Wie die Digitalisierung das Wohnen verändert.

 

Bildmaterial: 

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© GettyImages / AdobeStock

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